Nicht Aufgeben!

March 1, 2018

Leiter kommen in schwierige Zeiten. Stürme jeder Art, Blockaden, geistliche Dürre, Leid, Verfolgung und Verleumdung - oft von überraschender Seite. Ich nehme an, dass sich dennoch niemand von uns mit Paulus vergleichen kann.

 

 

Er listet auf, wie es ihm erging (1. Kor.11:23-28):

  • oft dem Tod nah

  • fünfmal ausgepeitscht

  • dreimal mit Stöcken geschlagen

  • einmal gesteinigt

  • dreimal Schiffbruch erlitten

     

     

  • einmal 24 Stunden im Meer getrieben

  • Hunger und Durst

  • Gefahren von Wegelagerern, Aufruhr in den Städten

  • oft Gefängnisaufenthalte

  • usw.

 

 

Auch ich könnte eine ziemlich lange Liste aufstellen, wenn auch nicht wie die von Paulus. Die letzten Jahre in meinem Leben waren sehr herausfordernd. Dazu kam die Sorge um standUp und zweifelnde Fragen: War ich etwa nicht auf seinem Weg? Hab ich vielleicht nicht die Stimme des Heiligen Geistes gehört? Bin ich in irgend einem Punkt ungehorsam?

 

 

Diese Situation kennt jeder, der leitet; denn Schwierigkeiten bewältigen und Probleme zu lösen gehört zur Leitungsaufgabe wie zum Taxifahren die jeweilige Verkehrssituation: rote Ampeln, Stau oder Straßensperrungen. Das ist einfach so und gehört zum Alltag.

 

 

Doch könnte Gott nicht alles viel besser regeln? Wir beten schließlich: „Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.“ Gibt’s im Himmel etwa Spannungen, ungeplante Überraschungen, Unfälle, Krankheit? Hat Gott vielleicht einen Fehler gemacht? Als Jesus auf die Welt kam, hatte Gott alles vor Jahrtausenden schon vorbereitet, das Wann, Wie und Wo. Und doch gab’s kein Kinderbett für Jesus, kein Zimmer für die erschöpfte Familie und keineswegs Frieden im Land.

Braucht Gott etwa Jahrtausende, um etwas vorzubereiten, das so mangelhaft ist? Mangelhafte Pläne von Urzeiten her? 

 

 

Es hat gedauert, bis ich verstand, dass Gottes perfekte Pläne durchaus nicht perfekt in unserem Sinne sind. Denn er ist kein Manager, der ein geniales Event oder ein reibungslos laufendes Festival plant. Er plant die Schritte und den Weg zur Reife seiner Kinder.  Er weiß, was dazu nötig ist. Er plant das grandiose Finale und die Herrlichkeit in Ewigkeit für uns. Und dies ist auch der tiefere Sinn seiner „unperfekten“ Pläne für uns:

 

 

  • Unser Bündnis mit Gott soll gestärkt werden. Unser Glaube soll wachsen. 

  • Unsere Reife und Belastbarkeit sollen zunehmen.

  • Wir erhalten ein Mandat, nicht aufzugeben, wenn’s hart wird. In Offenbarung 3:21 lesen wir: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.“

 

 

Überwinden bedeutet nicht unbedingt zu proklamieren:

„Das krieg ich hin!“

Manchmal, wenn’s ganz schwer wird, nur dies: „Gott weiß schon, was er tut. Deshalb halte ich heute durch!“

 

 

Oft in der Bibel ermutigt uns Gott, nicht aufzugeben, weil er mit uns ist und uns nicht verlässt. Wie z.B. hier:

  • Jesaja 43:1-2 Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du ins Feuer gehst, wirst du nicht brennen und die Flamme wird dich nicht versengen.

  • Hebräer 13,5 Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.

 

 

 

Lass deinen Kopf nicht hängen! Sei kühn und gib nicht auf! Und lerne Gott und seine Bündnis-Treue immer mehr kennen.

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